Ein kleiner Beitrag für den Klimaschutz - Klimaneutrales Erdgas

Was bedeutet „klimaneutral“?

Erdgas ist bereits von Natur aus besonders klimaschonend und erzeugt bei der Verbrennung - im Vergleich zu allen anderen fossilen Energieträgern - die niedrigsten Emissionswerte überhaupt. Völlig emissionsfrei lässt sich aber auch Erdgas nicht nutzen.

Deshalb hat sich die gasuf dazu entschlossen, das an den Erdgastankstellen/-zapfsäulen der gasuf und ihrer Beteiligungen verkaufte Erdgas, durch das Engagement in ein staatlich kontrolliertes Waldaufforstungsprojekt in Neuseeland, klimaneutral zu stellen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass mindestens die gleiche Menge klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in zusätzlich geschaffener Biomasse gespeichert und durch die pflanzliche Photosynthese in wertvollen Sauerstoff (O2) und Stärke umgewandelt wird, wie bei der Verbrennung emittiert wird.

1. Warum bietet gasuf an ihren Tankstellen und den ihrer Beteiligungen klimaneutrales Erdgas an?

Als regionalen Gasversorgern ist gasuf und ihren Beteiligungen der Schutz natürlicher Ressourcen ein wichtiges Anliegen. Daher setzen die Gasversorger auch im Bereich Mobilität auf umweltfreundliches Erdgas. Bei der Herstellung, dem Transport und der Verbrennung von Erdgas entstehen dennoch klimaschädliche CO2-Emissionen. Diese nicht zu vermeidenden Emissionen gleicht gasuf allerdings durch das Engagement in die globale Waldaufforstung aus. Konkret wird von Seiten der gasuf und ihrer Beteiligungen langfristig in ein Projekt in Neuseeland investiert, über das aus baumlosen Weideflächen wieder artenreiche Wälder entstehen.

2. Wie funktioniert die Klimaneutralstellung an den Erdgastankstellen und welcher Nutzen entsteht daraus?

Auch beim Fahren mit klimaschonendem Erdgas entsteht immer CO2. Es wird bei der Verbrennung freigesetzt und gelangt so in die Atmosphäre. Die im Rahmen des Waldprojekts neu angepflanzten Bäume binden bei der Photosynthese den Kohlenstoffanteil (C) des CO2 in Biomasse und geben nützlichen Sauerstoff (O2) in die Atmosphäre ab. Wie viel Kohlenstoff die Bäume genau speichern können, wird durch international anerkannte Verfahren ermittelt.

3. Wie wird die CO2-Menge kompensiert, die durch den Erdgasverbrauch entsteht?

Zusammen mit dem Partnerunternehmen Forest Carbon Group AG – einem spezialisierten Unternehmen für den CO2-Ausgleich durch Waldprojekte – stellen gasuf und ihre Beteiligungen sicher, dass stets mindestens die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung des getankten Erdgases entstehen, durch Wiederaufforstungsmaßnahmen der Atmosphäre langfristig entzogen werden. Regelmäßig werden die zu kompensierenden Emissionen ermittelt und durch das Waldprojekt ausgeglichen. Damit der Käufer sicher sein kann, dass der tatsächliche CO2-Ausstoß kompensiert wird, wird der Vorgang vom TÜV Rheinland unabhängig überprüft und zertifiziert.

4. Welche Waldprojekte unterstützt gasuf mit der CO2-Kompensation?

gasuf und ihre Beteiligungen setzten auf die neuseeländischen Aufforstungsprojekte der „Permanent Forest Sink Initiative“ (PFSI), die die Wiederherstellung von intakten Wäldern auf Neuseelands Nord- und Südinsel ermöglicht. Die Projekte wurden im Rahmen der Initiative durch das Forst- und Landwirtschaftsministerium Neuseelands initiiert und durch unabhängige Dritte verifiziert. Neben dem Klimaschutz werden durch das Projekt auch wichtige Lebensräume für bedrohte Tierarten, insbesondere dort heimische Vogelarten, bewahrt.

5. Warum investieren gasuf und ihre Beteiligungen nicht in die Aufforstung von Wäldern in Deutschland?

Deutschland ist – im Gegensatz zu Neuseeland – ein sehr dicht besiedeltes und bebautes Land. Eine Wiederaufforstung von größeren zusammenhängenden Flächen gestaltet sich daher in Deutschland schwierig. Zudem kostet das Ganze in Deutschland im Vergleich auch überproportional viel, so dass in anderen Ländern mit gleichem Mitteleinsatz wesentlich mehr bewegt werden kann – zumal es unterm Strich sowieso nur ein Weltklima gibt und Emissionen an Staatsgrenzen keinen Halt machen. Durch das Projekt in Neuseeland werden 14.000 Hektar Wald in einem stabilen und sicheren Land nachhaltig wiederaufgeforstet. Dies kommt auch den Menschen in Deutschland zugute, da eingesparte CO2-Emissionen global wirksam werden.