Aus der Gemeinderatssitzung

Stellungnahme im Rahmen des Anhörungsverfahrens „Änderung Regionalplan – Windkraft“

Situation in der Gemarkung Sand

Für die Gemeinde Sand hat das TÜV-Gutachten ergeben, dass auf dem Rücken des Ebersberg (Gemarkung Zeller Forst West) eine relativ große Windhäufigkeit gegeben ist (Anlage 6). Allerdings handelt es sich dabei um ein SPA-Gebiet („Special Protection Area“), ein europäisches Vogelschutzgebiet nach Art. 4 (1) der Vogelschutzrichtlinie von 1979. Das Gebiet ist zum überwiegenden Teil im Besitz der Bayerischen Staatsforsten. Nach Rücksprache mit dem Forstamt Ebrach sprechen keine forstwirtschaflichen Gründe gegen den Standort, allerdings seien die Belange des Vogelschutzes besonders zu berücksichtigen und stellten eine hohe Hürde bei der Ausweisung als Standort für eine WKA dar.

In den Überlegungen der GUT ist ein Standort am Ebersberg nicht vorgesehen. Ihre Standorte konzentrieren sich mehr auf den nördlichen Bereich des Landkreises Haßberge. Denkbar wäre, den vom TÜV Süd als geeignet angesehenen Korridor im Regionalplan als Vorbehaltsfläche vorzuschlagen. Die weitere Abwägung muss der Regionale Planungsverband treffen.

Bürgermeister Ruß stellt an Hand einer Präsentation den Stand der Planungen vor.

Herr Hümmer spricht sich für die Ausweisung eines Windkraftanlagenstandorts auf dem Ebersberg aus. Herr Wagner befürchtet eine Beeinträchtigung des Tourismus und negative Folgen im Bezug auf den Natur- und Vogelschutz.

B e s c h l u s s :

Die Gemeinde Sand a. Main spricht sich für die Ausweisung eines Vorbehaltsgebiets für Windkraftanlagen auf dem Ebersberg aus