Ausgerechnet vor der Bushaltestelle wird gerast

Sander Gemeinderat wünscht verstärkte Kontrollen

In der Sandgasse gibt es Probleme mit parkenden Fahrzeugen. Der Gemeinderat möchte Abhilfe schaffen.

Mit Verkehrsangelegenheiten beschäftigte sich der Gemeinderat Sand in seiner jüngsten Sitzung. Es ging speziell um Geschwindigkeitskontrollen in der Limbacher Straße, der Hauptstraße und der Zeller Straße sowie den ruhenden Verkehr in der Sandgasse.

Die Gemeindeverwaltung wies darauf hin, dass im Frühjahr 2013 über einen längeren Zeitraum in der Limbacher Straße in Höhe der Einmündung Pfarrsetz, in der Hauptstraße in Höhe des Anwesens Herbert Ruß, in der Hauptstraße in Höhe des Anwesens Wolfgang Mühlfelder und in der Zeller Straße in Höhe der Einmündung Marienstraße, jeweils in Richtung Ortsmitte, Verkehrszählungen mit Geschwindigkeitsmessung durchgeführt wurden.

In der Limbacher Straße fahren durchschnittlich etwa 1070 Fahrzeuge am Tag beziehungsweise 45 Fahrzeuge in der Stunde. An der Messstelle war eine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Knapp ein Prozent der Fahrzeuge hielt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht ein.

In Höhe des Anwesens Herbert Ruß wurden im Schnitt täglich 1414 Fahrzeuge (60 pro Stunde) gezählt. Nur 34 Prozent der Fahrzeuge hielten sich an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. 73 Prozent waren langsamer als 60 km/h. Am Anwesen Wolfgang Mühlfelder entsprach die Fahrzeugzahl nahezu dem am Anwesen Herbert Ruß. Die gefahrenen Geschwindigkeiten waren jedoch deutlich langsamer. 86 Prozent der Fahrzeuge hielten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ein. Lediglich knapp ein Prozent der Fahrzeuge war schneller als 60 km/h. In der Zeller Straße wurden knapp 800 Fahrzeuge am Tag (33 Fahrzeuge pro Stunde) gezählt. 66 Prozent der Fahrzeuge hielten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ein. Mehr als 90 Prozent der Fahrzeuge war langsamer als 60 km/h.

Die Verwaltung sah lediglich in Höhe des Anwesens Ruß Probleme. Da der Verkehr sich nicht gleichmäßig über den Tag verteilt, ist die Verkehrsdichte während der Hauptverkehrszeiten sehr hoch. Nach Ansicht der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt besteht jedoch auf Grund der ermittelten Zahlen kein Handlungsbedarf. Die Gemeindeverwaltung war anderer Meinung, da am Friedhof der Schulbus hält. Daher wird die Polizei um verstärkte Kontrollen in diesem Bereich gebeten.

In der Sandgasse kommt es – wenn man von der Hauptstraße einbiegen möchte – regelmäßig durch parkende Fahrzeuge zu Problemen. Dadurch wird die Zufahrt zu den Parkplätzen vor dem Anwesen Bischoff und die Zufahrt zu einem Privatanwesen in der Sackgasse deutlich eingeschränkt. Außerdem kann das Marterl, das gerne zu Wendemanövern genutzt wird, von größeren Transportern oder Lkw nur noch schwer bis gar nicht umfahren werden. Deshalb haben sich verschiedene Anlieger bei der Verwaltung beschwert und um Abhilfe gebeten.

Die Polizei Haßfurt ist der Ansicht, dass die gesamte Fläche der östlich abgehenden Sackgasse als Fahrbahn zu sehen ist und da dürfe, mit Ausnahme der eingezeichneten Stellplätze, nicht geparkt werden.

Der Bauausschuss war bereits vor Ort und zeigte sich grundsätzlich mit der vorgeschlagenen Beschilderung mit einem absoluten Halteverbot und der erweiterten Parkplatzbeschilderung „Parken nur in gekennzeichneten Flächen“ einverstanden. Zusätzlich wurde gewünscht, dass die Zufahrt zu den rückwärtigen Anwesen an der Sackgasse klar gekennzeichnet wird. Fünf Meter vor und nach Straßen-Einmündungen, auch der Sackgasse, sei das Parken kraft Gesetz ohnehin verboten. Die Polizei bat der Gemeinderat um verstärkte Kontrollen.