Besteigen streng verboten!

Brunnen

Bilder unten

Das Kunstwerk wird immer wieder von Kindern als „Kletterberg“ bestiegen.

**Ein Kunstwerk ist kein Klettergerüst: Gemeinderat Sand macht sich Sorgen wegen haftungsrechtlicher Fragen::

Eine intensive Diskussion gab es im Gemeinderat Sand um Haftungsfragen beim „Träubelesbrunnen“. Das Kunstwerk wird immer wieder von Kindern als „Kletterberg“ bestiegen. Die Gemeinderäte Dr. Jörg Kümmel und Christian Lorz sehen im Falle eines Falles die Gemeinde in der Haftung. Andere Räte wie Klaus Ullrich wähnen die Verantwortung bei den Eltern, die die Aufsichtspflicht hätten.

Der Träubelesbrunnen auf dem Dorfplatz wird von den Kindern immer wieder bestiegen. Besonders bei Festen ist der „Träubelesbrunnen“ ein beliebter Kletterberg. Und das im Beisein der Eltern oder Großeltern, die sich der Absturzgefahr für ihre Kinder oftmals gar nicht bewusst seien, wie es im Gemeinderat hieß.

Bezüglich der Haftung entspann sich im Ratsgremium ein langer Disput. „Der Brunnen ist kein Spielgerät“, stellte Robert Wagner fest, der weiter ausführte „es ist Sache der Eltern, ihre Kindern vom Herumklettern abzuhalten.“ Und auf die Einwände, jede Erhöhung über 80 Zentimeter sei ein Gefahrenherd und müsse abgesichert werden, antwortete Gemeinderätin Edeltraud Schnapp: „Wir können Sand doch nicht zum Hochsicherheitstrakt machen“.

Bürgermeister Bernhard Ruß führte aus: „Es gehört zur Erziehung der Kinder, sie auf Gefahren des täglichen Lebens hinzuweisen.“ Ebenso wie Klaus Holland wollte er, dass Eltern und Schule die Kinder auf mögliche Gefahrenquellen aufmerksam machen und ihnen unter anderem das Klettern auf dem „Träubelesbrunnen“ strikt verbieten.

Gerhard Zösch und Bernhard Ruß fassten schließlich zusammen, was dann auch vom Gemeinderat mit einem einstimmigen Beschluss verabschiedet wurde. Als erste Maßnahme sollen am „Träubelesbrunnen“ Schilder mit der Aufschrift „Besteigen verboten. Eltern haften für ihre Kinder“ angebracht werden.

Darüber hinaus soll im nächsten Amtsblatt der Gemeinde nochmals eindringlich darauf hingewiesen werden, dass Eltern für ihre Kinder eine Aufsichtspflicht haben. Eltern und Schule sollen aufgefordert werden, Kinder das Besteigen des „Träubelesbrunnen“ strikt zu verbieten.

Adi Beuerlein