Friedhofgestaltung, Kriegerdenkmal und Bauanträge im Gemeinderat 2016

Im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung in Sand stand als wichtigster Punkt die Neufassung der Friedhofsstamm- und Friedhofsgebührensatzung auf der Tagesordnung. Im Besonderen befassten sich die Ratsmitglieder unter Vorsitz von Bürgermeister Bernhard Ruß mit der Gestaltung der zukünftigen Urnen-Erdgräber und dem Verbot der Verwendung von Grabsteinen aus Kinderarbeit. Die neuen Urnen-Erdgräber, 27 an der Zahl, werden in einer noch freien Abteilung in der nordöstlichen Ecke des Friedhofes angelegt.

Kriegerdenkmal

Neu in die Friedhofsstammsatzung wurde die Gestaltung der Urnenerdgräber mit Pflanzfläche und Grabmal aufgenommen. Laut Beschluss des Gemeinderates soll die Größe der Pflanzfläche 40 mal 40 Zentimeter betragen. Die Höhe für die Grabmäler, Stelen, Kreuze usw. auf den Urnenerdgrabstätten wurden auf eine Mindesthöhe von 60 Zentimetern und eine Maximalhöhe von 1,20 Meter festgelegt. Die neuen Urnenerdgrabstätten sollen eine Metalleinfassung erhalten, die von der Gemeinde zu beziehen ist. Aus diesem Grund musste auch die Kostensatzung angepasst werden. In der letzten Fassung der Friedhofsatzung war ein Verbot der Verwendung von Grabmalen, Einfassungen und Grabplatten verankert, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt werden. Nunmehr ist in Art. 9a des Bestattungsgesetzes eine eindeutige Rechtsgrundlage für das Verbot von Grabmalen aus ausbeuterischer Kinderarbeit eingefügt worden. Mit dem Neuerlass der Satzung bestehen nun auch diesbezüglich keine rechtlichen Unsicherheiten mehr. Die von der Verwaltung vorgelegten Entwürfe der Friedhofs- und Bestattungseinrichtungssatzung sowie der Friedhofsgebührensatzung wurde mit dem Stimmen aller Ratsmitglieder neu als Satzung der Gemeinde Sand erlassen. Im nächsten Punkt der Tagesordnung stimmte der Gemeinderat dem Antrag der Gemeinderatsfraktion CSU/Freie Sander Wähler auf Umbesetzung des Bau- und Umweltausschusses zu. Statt Gemeinderätin Doris Kümmel ist mit sofortiger Wirkung Gemeinderätin Ute Lutz ordentliches Mitglied des Bau- und Umweltausschusses. Gegen die Bauvoranfragen von Andreas Zösch, Michael-Brech-Straße 26, Fl.Nr. 2285, auf Erstellung einer freistehenden Pergola sowie von Klaus Reitwiesner, Lindenweg 3, Fl.Nr. 1432/6, auf Bau eines Gartenhauses hatte der Gemeinderat Sand keine Einwände. Unter Punkt Verschiedenes fragte Heinrich Schmitt an, ab das Baugebiet „Zehentwörth II“ schon abgenommen sei. Ihm wurde geantwortet, dass dies in den nächsten Tagen vorgesehen sei. Roland Mahr brachte vor, dass durch die Breitbandverkabelung durch die Telekom die Gemeinde Sand an manchen Ecken „schöner“ geworden sei. In diesem Zusammenhang stellte er auch fest, dass die durch Sand führende Staatsstraße 2277 (Limbacher, Haupt- und Knetzgauer Straße) äußerst sanierungsbedürftig sei. Er bat die Gemeindeverwaltung darum, bei den zuständigen Behörden entsprechende Anträge zu stellen. Zum Abschluss der Sander Gemeinderatssitzung, die diesmal im Anglerheim abgehalten wurde, beantwortete Bürgermeister Bernhard Ruß weitere Fragen aus dem Ratsgremium.

Die Neugestaltung des Kriegerdenkmals in Sand ist nahezu abgeschlossen, so Bürgermeister Bernhard Ruß in der Gemeinderatssitzung. Die bisherigen Heckenumrandungen wurden entfernt, so dass die markante Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege mehr in das Bewusstsein des Betrachters gerückt wird. Zusätzlich wurde der Platz vor dem Mahnmal zwischen der Zeller und Knetzgauer Straße durch neu angelegte Gehwege gestaltet und mit frisch aufgebrachtem Rollrasen begrünt. Was noch fehlt, sind leichte Korrekturen bei der Bepflanzung hinter dem Denkmal und entlang der Knetzgauer Straße sowie einige Ruhebänke, die aber erst im kommenden Frühjahr aufgestellt werden. Durch die Neugestaltung der Kriegerdenkmal-Anlage hat sich die Gemeinde Sand ein weiteres Kleinod geschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Hümmer