Gemeinderatsfraktion SPD-Sander Bürgerliste

Position zu einer Nachfrage an die Gemeinderatsfraktion.

Aus dem Gemeindebereich der Wörther und Siedler wurden wir aufgefordert, zur weiteren Kiesausbeute im Sander Flur rechts der Staatsstraße nach Zeil Stellung zu nehmen.

Es trifft zu, dass ein Unternehmen eine Erweiterung der Ausbeuteflächen plant. Konkrete neue Pläne liegen aber auch uns noch nicht vor, so dass wir nur allgemeine Aussagen treffen können bzw. auf unsere und die Position der Gemeinde in der Vergangenheit beziehen können.

Anträge dieser Art wurden in den letzten Jahren mehrmals gestellt, die im Gemeinderat und in der Bürgerversammlung diskutiert wurden. Bereits 2009 wollte man eine Erweiterung der Kiesausbeute in südlicher Richtung in Richtung Altmain vornehmen. Dagegen wurde aus Gründen des Hochwasserschutzes von verschiedenen Bürgern mündlich und schriftlich Widerspruch erhoben. Auch in der Bürgerversammlung wurde die Anfrage abgelehnt.

2011 unternahm eine Firma erneut einen Vorstoß in Sachen Kiesausbeute, diesmal in westlicher Richtung zur Zeiler Straße hin. Bürgermeister Ruß informierte die Bevölkerung darüber in Gemeinderatssitzungen und der Bürgerversammlung vom 13.11.12.

Fazit:

Für die SPD/Sander Bürgerliste hat der Hochwasserschutz für den Gemeindeteil Wörth einschließlich Siedlung Priorität. Eine Verschlechterung der Hochwassersituation darf nicht eintreten. Deshalb findet eine Erweiterung der Kiesabbauflächen Richtung Süden und zum Wörth hin unsere Zustimmung nicht. Das natürliche Gelände, das den Wörth schützt, darf nicht verändert werden.

Hilfreich für die Position der Gemeinde in dieser Thematik ist, dass es Bernhard Ruß im Regionalen Planungsverband gelungen ist, nicht nur die von der früheren Fa. Kümmel beantragte Aufstufung der Kiesausbeuteflächen bis zur Zeiler Straße von einer Vorbehalts- zu einer Vorrangfläche zu verhindern, sondern auch dafür zu sorgen, dass diese Fläche komplett aus der Regionalplanung zur Kiesausbeute herausgenommen wurde. Dadurch wurde die rechtliche Position der Gemeinde gegenüber den Kiesausbeuteinteressenten erheblich gestärkt.

Weiter wird der Hochwasserschutz letztlich nicht alleine in Sand entschieden, sondern es müssen auf überörtlicher Ebene dafür Entscheidungen getroffen werden. So muss zum Beispiel endlich der versprochene Polder (Ausgleichsflächen für große Wassermassen) für das Schweinfurter Industriegebiet „Maintal“ links von der Autobahn von der Staatregierung angegangen werden.

Weiter hat die Gemeinde Sand auf unseren Antrag hin sich gegen den geplanten ADLI-Markt auf der ehemaligen Kistenfabrik in Eltmann ausgesprochen, da diese Eltmanner Flächen zum Hochwasserdurchzugsbereich gerechnet werden müssen.

Gemeinderatsfraktion SPD-Sander Bürgerliste Sprecher Klaus Holland, Rudi Krug, Roland Mahr und Paul Hümmer