Kontrollmessung erforderlich

Kiesabbau bei Sand

Bürgermeister Bernhard Ruß informierte den Gemeinderat über ein Antwortschreiben der Regierung von Oberfranken zur Schaffung von Schutzdämmen bezüglich der Kiesausbeute nordöstlich von Sand. Hintergrund war, dass in der Novembersitzung des Gemeinderates moniert worden war, die Dämme um das Kiesausbeutegebiet der Firma SKD im Bereich nordöstlich von Sand seien nicht ordnungsgemäß hergestellt und die Gemeinde solle diesbezüglich die erforderlichen Schritte einleiten.

Ruß sagte, er habe sich bereits zweimal schriftlich an das Bergbauamt Nordbayern gewandt mit der Bitte um Überprüfung. Schließlich dürfe es nicht sein, dass Bürger von Sand bei einem eventuellen Hochwasserereignis zu Schaden kommen. Im Antwortschreiben weist der Regierungspräsident von Oberfranken darauf hin, dass eine jährliche gemeinsame Besichtigung des Landratsamtes Haßberge und des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen erfolgt; zuletzt am 4. November 2015. Dabei sei auch die Einhaltung der Geländehöhe angesprochen worden. Der Planfeststellungsbeschluss sehe vor, dass durch Geländeanpassungen und Dammschüttungen eine Geländehöhe von mindestens 222,60 Metern über Normalnull einzuhalten sind. In dem Schreiben heißt es weiter, dass die Firma SKD die geforderte Geländehöhe eingehalten hat. Die Firma sei jedoch aufgefordert worden, das Vermessungsergebnis durch eine Kontrollmessung eines unabhängigen Instituts bestätigen zu lassen. Die schriftliche Bescheinigung liege noch nicht vor. Auch gibt es laut Ruß in dem Schreiben keine Aussage zu den zu geringen Abständen der Kiesausbeute zu den Nachbargrundstücken. Die Gemeinde Sand werde weiter am Ball bleiben, sagte Bürgermeister Bernhard Ruß.