Sand gibt sich mit Regionalplan nicht zufrieden

Gemeinde will Steigerwald als Standort für Windräder erneut prüfen lassen – Klärungsbedarf bei Finanzierung von Eltmanner Schulmensa

Der Sandplatz im Sander Sportzentrum soll zu einem Kunstrasenplatz ausgebaut werden. Der Gemeinderat hat eine Kostenermittlung in Auftrag gegeben.

Die bisherigen Ortseingangstafeln von Sand werden anlässlich der 875-Jahrfeier durch neue Begrüßungsschilder ersetzt.

Auf der Tagesordnung des Sander Gemeinderates standen zwei Punkte, bei denen nach Meinung der Ratsmitglieder Klärungs- und Handlungsbedarf besteht. Zum einen betraf das die von der Stadt Eltmann geforderte Beteiligung an den Investitionskosten zum Bau einer Mensa an der Mittelschule Eltmann.

Wie Bürgermeister Bernhard Ruß mitteilte, war die Art und Höhe der Beteiligung am Bau der Mensa an der Mittelschule Eltmann schon mehrfach Gegenstand von Besprechungen. Nunmehr sei ein Schreiben der Stadt Eltmann eingegangen, in dem der Gemeinde Sand ein jährlicher Anteil in Höhe von 2049,54 Euro in Rechnung gestellt wird. Aus verwaltungstechnischen Gründen bat die Stadt Eltmann darum, den Betrag in einer Summe auf zwanzig Jahre im Voraus zu überweisen. Sowohl mit dem Finanzierungskonzept der Schulmensa als auch mit der Forderung dieser Vorauszahlung zeigte sich das Ratsgremium grundsätzlich nicht einverstanden. „Da besteht noch erheblicher Klärungsbedarf“, so die einhellige Meinung im Rat.

Diskussionsbedarf bestand ferner bei der Änderung des Regionalplanes bezüglich von Windkraftanlagen.

Die Einzelheiten der Änderung des Regionalplanes bezüglich von Windkraftanlagen erläuterte Bürgermeister Ruß. Er erinnerte daran, dass sich der Gemeinderat von Sand in seiner Sitzung vom 31. Januar 2012 mit 13:1 Stimmen für die Ausweisung eines Vorbehaltgebietes für Windkraftanlagen auf dem Ebersberg ausgesprochen hatte.

Diese Stellungnahme sei von der Verwaltung des Regionalplanes mit der Begründung abgelehnt wurden, dass es außerhalb von Schutzgebieten viele andere Standorte für Windräder gibt. Mit dieser Argumentation zeigt man sich in Sand nicht einverstanden, da andernorts, auch unmittelbar hinter der Landkreisgrenze auf dem Gebiet des Landkreises Bamberg, Vorbehaltsflächen für Windkraftanlagen im Naturpark vorgesehen sind. Ein von Ruß bei der Bezirkstagsitzung gestellter Antrag, neben den Naturparks Odenwald und Spessart auch den Naturpark Steigerwald in eine Vorprüfung für Windkraftanlagen mit einzubeziehen, wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt.

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, stehen die Landkreisgemeinden Rauhenebrach, Oberaurach und Sand der Errichtung von Windkraftanlagen weiterhin positiv gegenüber. Deshalb beschloss der Rat am Donnerstagabend, weiter an der Position von Januar 2012 festzuhalten und den Steigerwald mit in die Vorprüfung für Windkraftanlagen einzubeziehen.

In einer weiteren Stellungnahme an den Regionalen Planungsverband wird die Gemeinde Sand darauf hinweisen, dass nach dem Abwägungsgebot eine pauschale Zurückweisung mit Hinweis auf vorhandene Schutzgebiete nicht genügt.

Die Gemeinde Sand beantragt nochmals, das Gebiet des Steigerwaldes hinsichtlich seiner Eignung als Windkraftstandort untersuchen zu lassen und befürwortet ein von den Landräten im Naturpark Steigerwald angestrebtes Zonierungskonzept für Windkraftanlagen für das Waldgebiet.

Im Sander Rat kurz notiert

• Grenzen: Bürgermeister Ruß gab bekannt, dass die Flurbereinigung Limbach eine Änderung der Gemeindegrenze mit sich bringt. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft habe die in der Gemeindegrenzänderungskarte dargestellte neue Grenze vorgeschlagen. Gemeinderat Heinrich Schmitt ergänzte, dass die neuen Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen an die neuen Flurstückgrenzen angepasst werden und entlang von Flurwegen verlaufen. Durch den neuen Grenzverlauf ergibt sich im Bestand der Gemeinde Sand a. Main eine Flächenminderung von 0,84 Hektar.

• Fasching: Das Faschingskomitee Sand darf eine große Faschings-Party in einem Festzelt auf dem Festplatz an der Seestraße nach dem Faschingszug am Faschingssonntag, 2. März 2014, abhalten.

• Wahlen: Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahlen am 16. März 2014 ist Verwaltungsangestellter Matthias Klauda. Als Stellvertreter steht ihm Michael Back zur Seite.

• Ortstafeln: Das Weinfest-Organisationskomitee stiftet anlässlich des Gemeindejubiläums im kommenden Jahr neue Ortseingangstafeln. Sie sollen ähnlich der Bushaltestelle in der Ortsmitte als eine pulverbeschichtete Metallkonstruktion installiert werden. Die neugestalteten Tafeln sollen neben dem Hinweis auf das Abt-Degen-Weintal als Wiedererkennungszeichen auch das Logo des neuen des Gemeindeprospekts zeigen.

• Einbahnstraße: Es wurde darauf hingewiesen, dass trotz der neuen Einbahn-Regelung entlang des Pfarrheimes die Straße weiterhin auch in entgegengesetzter Richtung benutzt wird. Er bat darum, im Amtsblatt der Gemeinde noch einmal auf die neue Verkehrsregelung hinzuweisen.

• Zugestimmt wurde dem Bauantrag der Frau Stefanie Krines auf Neubau einer Praxis mit zugehöriger Wohnung auf dem Grundstück Fl. Nr. 59, Zeiler Straße 2. Der fehlende Stellplatz ist entsprechend der Auflage im Vorbescheid bei der Gemeinde Sand a. Main abzulösen.

Von Alfons Beuerlein