Schiffe ersetzen Lkw

Bis zu einer Breite von 40 Metern sollen die Ufer des Mains zurück genommen werden. Erste Informationen über das Planfeststellungsverfahren gab es in der Sander Gemeinderatssitzung.

Mareike Bodsch und Claudia Baier vom Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg informierten den Gemeinderat über den geplanten Mainausbau zwischen den Staustufen Ottendorf und Limbach. In Vorbereitung eines Planfeststellungsverfahrens liegen die Unterlagen in der Gemeindeverwaltung aus. Die Gemeinde sowie betroffene Grundstückseigentümer können eine Stellungnahme abgeben.

„Schiffe ersetzen jede Menge Lkw und sind ein kostengünstiger Verkehrsträger“, startete Mareike Bosch in ihre Erläuterungen zum Ausbau des Rhein-Main-Donau-Kanals, der bis zum Schwarzen Meer führt. Der dazugehörige Mainausbau sei schon weit fortgeschritten.

Im Planfeststellungsverfahren zum Mainausbau zwischen Ottendorf und Limbach ist vorgesehen, dass der Main mit seinen neu angelegten Buchten und ökologisch geplanten neuen Uferbereichen bis auf einer Breite von rund 40 Metern ein neues Flussbett erhalten soll. Die Fahrrinne selbst soll von derzeit rund 2,50 Meter auf 2,90 Meter vertieft werden. Nach dem Ausbau könnten Schiffe von einer Länge bis 110 und einer Breite von 11,40 Metern im Gegenverkehr den Main passieren. Inwieweit die Sander Flur vom Ausbau betroffen wird, lässt sich laut Mareike Bodsch noch nicht sagen. Sie will die Antwort nachliefern. Fest steht, dass das südliche Mainufer um 10 bis 15 Meter zurückgenommen werden soll. Der Abtransport des Bodenmaterials wird zum größten Teil über die Wasserstraße erfolgen. Ruß regte an, das ausgebaggerte Material zur Wiederherstellung des Hochwasserschutzdamms zu verwenden. Bei einer entsprechenden Vereinbarung sei dagegen nichts einzuwenden.