Sportheim wird Treffpunkt der Generationen

Kunstrasen

Förderbescheidübergabe an die Gemeinde Sand für das Projekt „Sport- und Kulturzentrum am See“

Die Gemeinde Sand kann sich über europäische Fördermittel freuen. Bei der Übergabe des Förderbescheides für das Projekt „Miteinander – Selbstverständlich! Sport- und Kulturzentrum am See“ freuen sich (von links): 2. Bürgermeister Gerhard Zösch, Annette Wasser (LAG- Haßberge), 3. Bürgermeister Paul Hümmer, Bürgermeister Bernhard Ruß, Ernst Heurung (FC Sand), Brigitte Kriegelstein (AFLE), Egbert Mahr (FC Sand), Renate Hartmann (TV Sand) und Bastian Hümmer (Blasorchester Sand).

Die Gemeinde Sand bekommt anstelle des bisherigen Sandplatzes (im Vordergrund) den ersten Kunstrasenplatz im Landkreis und steigert damit die Attraktivität für künftige Generationen.

Die Gemeinde Sand kann sich über europäische Fördermittel freuen: Brigitte Kriegelstein vom Amt für Ländliche Entwicklung Bad Neustadt hat in Vertretung des erkrankten LEADER-Managers Karl-Heinz Suhl an Bürgermeister Bernhard Ruß den Förderbescheid in Höhe von 147 000 Euro für das Projekt „Miteinander – Selbstverständlich! Sport- und Kulturzentrum am See“ überreicht.

„Das Projekt ist mehr als nur ein Fußballfeld“, hob Sands Bürgermeister Bernhard Ruß bei der Übergabe im Sander Rathaus hervor. Er sprach von einem generationsübergreifenden Projekt, bei dem neben der Kommunikation die verschiedenen Sportarten und das Blasorchester die Struktur der Gemeinde positiv verändern würden. Es sei für ihn als Bürgermeister einer aufstrebenden Gemeinde wichtig, für verschiedene Personenkreise Verknüpfungen aufzubauen.

Und so zeigte sich Ruß froh über seine aktive Gemeinde, mit der es gelungen sei, dieses Projekt anzustoßen. Es sei ein weiterer Mosaikstein für die Gemeinde, die Wert darauf lege, mit verschiedenen Angeboten für die künftige Generation sinnvoll zu investieren. Besonders stolz zeigte sich Ruß, dass die Gemeinde Sand den ersten Kunstrasenplatz im Landkreis bekommt.

Brigitte Kriegelstein vom AFLE freute sich, dass die Gemeinde Sand die Möglichkeit nutzt, als Vorbildfunktion für junge Menschen die Attraktivität der Gemeinde enorm zu steigern.

In einem Statement für den verhinderten Landrat Rudolf Handwerker ging Bernhard Ruß als stellvertretender Landrat auf das Projekt näher ein. Die finanzielle Unterstützung sei einerseits wichtig und erfreulich, andererseits würde es zeigen, dass durch LEADER gemeinsame Strategien entwickelt und die Heimat für alle lebenswert gestaltet werden kann.

Gemäß dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ konnten durch europäische Förderhilfen und der Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement schon viel für die LAG-Region erreicht werden, wie etwa der Deutsche Burgenwinkel oder der Hexenturm in Zeil. Dadurch könne sich der Landkreis nicht nur für Einheimische, sondern vor allem für Touristen attraktiver präsentieren.

Das Projekt in Sand unter dem Motto „Miteinander – Selbstverständlich! Sport- und Kulturzentrum am See“ sei ein ganz spezielles Pilotprojekt, deren Besonderheit im Miteinander der Generationen läge. Denn wie schon der Projektname verrät, ziehen Sport- und Musikvereine, Schulen, Behinderteneinrichtungen, Jugendarbeit, Feuerwehren und Kreiseinrichtungen an einem Strang, um ihre Heimat attraktiver zu gestalten.

Der demografische Wandel, von dem nicht nur der Landkreis, sondern viele ländliche Gebiete Bayerns geprägt sind, sei eine der größten Herausforderungen für die Zukunft, dem man sich stellen muss und dazu bedarf es neuer Ideen. Dies würde mit dem Sander Projekt als wichtiger Baustein im regionalen Entwicklungskonzept verdeutlicht werden.

Ziel der regionalen Entwicklungsstrategien der LAG Haßberge sei es, die Lebensqualität in den ländlichen Gebieten durch zukunftsfähige Projekte zu sichern und weiter zu entwickeln. Dies bedeutet: Mittelpunkte des sozialen Lebens schaffen, das Wohnfeld attraktiv gestalten und bürgerschaftliches Engagement fördern.

Erfreulich, so Ruß, sei die Tatsache, dass es im Landkreis Haßberge so ein vielfältiges Vereinsleben gebe und dass das ehrenamtliche Engagement groß geschrieben würde. Der Aufbau von Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftshilfen, Dorfläden und Mehrgenerationen-Treffpunkten würden verdeutlichen, dass das gegenseitige Für- und Miteinander der Generationen ein wichtiger Bestandteil des Zusammenlebens sei und sich die Bevölkerung dadurch mit ihrer Heimat und dem Landkreis identifizieren würden. Genau hier würde das Projekt in Sand ansetzen, da die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren und Generationen gefördert und ein neuer sozialer Treffpunkt entstehen würde.

Auch die Ausgangslage sei ideal, denn die Gemeinde Sand verfüge bereits über ein reges Vereinsleben sowie ein kulturelles und sportliches Angebot, das von Bürgern aus dem ganzen Landkreis genutzt würde.

Das bestehende Sportzentrum durch einen Kunstrasenplatz und eine mobile Bühne zu einem Sport- und Kulturzentrum aufzuwerten, würde somit ideal in das Konzept passen. Mit dem Pilotprojekt könne man das Ziel verfolgen, Kinder, Jugendliche, Senioren, Behinderte und Nicht-Behinderte durch sportliche und kulturelle Aktivitäten zusammenzubringen und so das gegenseitige Verständnis füreinander und das gegenseitige Lernen voneinander zu fördern.

Die Trägerschaft für das Projekt übernimmt die Gemeinde Sand, das Sport- und Kulturzentrum wird aber im Wesentlichen von zehn örtlichen und überörtlichen Vereinen sowie durch den Kreisjugendring mit Leben gefüllt. Eingebunden sind zudem die Schulen, die Jugend- und Seniorenarbeit sowie private Gruppen. Somit können neue Kooperationen durch die Zusammenarbeit wachsen, die in dieser Form einmalig im Landkreis sei. Synergieeffekte könne man nutzen, die es ermöglichen, für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen attraktive Freizeit-Angebote und kulturelle Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

Das Projekt habe eine große Strahlkraft auf den gesamten Landkreis, von dem nicht nur die Gemeinde Sand, sondern alle Landkreisbewohner profitieren können. Außerdem könne man mit dem LEADER-Projekt „Gelbe Welle“ noch von einem positiven Nebeneffekt profitieren: Denn Camping-, Rad- und Wassertouristen hätten einen Grund mehr in der Region zu bleiben, weil es ein neues Highlight entlang des Mains gibt.

Quelle:Haßfurter Tagblatt / Christiane Reuther/ Foto Christiane Reuther