Wir können zufrieden sein - Jahresabschluß 2014 im Sander Gemeinderat

875. Jubiläum stand im Mittelpunkt der Gemeine Sand

"Raaser“-Denkmal und Kunstrasenplatz wirken auch nach außen

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„Wir können mit dem Erreichten zufrieden sein“, so Bürgermeister Bernhard Ruß in der Jahresschlusssitzung des Sander Gemeinderates. Dies meinte Ruß besonders im Hinblick darauf, dass die Winzer- und frühere Korbmachergemeinde Sand allgemein als moderne Wohngemeinde mit einer intakten Infrastruktur gesehen wird und die Einwohnerzahl trotz der demographischen Prognosen nahezu gleich geblieben ist. „Wir haben auch im zu Ende gehenden Jahr 2014 unsere Hausaufgaben gemacht“, so das Sander Gemeindeoberhaupt.

In seinem Jahresrückblick stellte Bürgermeister Ruß das 875-jährige Jubiläumsjahr an den Anfang seiner Ausführungen. Ruß führte aus, dass man ganz bewusst auf große Feierlichkeiten verzichtet habe, sondern immer wieder das Gemeindejubiläum im Sinne des Leitgedankens „Von Sandern für Sander“ mit örtlichen Veranstaltungen immer wieder in den Mittelpunkt rückte. Als Aushängeschilder erwähnte er dabei die Auftaktveranstaltung zu Neujahr mit Festgottesdienst und Bürger-Empfang auf dem Kirchplatz, den Jubiläumsabend in der Sport- und Kulturhalle und zuletzt den Besuch durch Bischof Friedhelm Hofmann. „Auch die Einweihung des „Raaser“-Denkmals gehört dazu“, so Bürgermeister Ruß, der die Meinung vertrat, „auch das hat überörtlich zu einem guten Image unserer Gemeinde beigetragen“.

Bürgermeister Ruß erwähnte weiter, dass sich in Zeiten des demografischen Wandels die Bevölkerungsentwicklung in Sand als relativ stabil zeigt. „Da zahlt es sich aus, dass wir rechtzeitig mit dem „Einheimischen-Modell“ die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir wollen keinem Wachstum um jeden Preis, sondern eine kontinuierliche Entwicklung“, so Ruß. 1996 habe die Gemeinde die Grenze von 3000 Einwohnern überschritten. Derzeit zähle die Gemeinde Sand 3105 Einwohner. Den Schuldenstand der Gemeinde bezifferte Ruß auf ca. 1,5 Millionen Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 499 Euro entspricht. Damit liege man deutlich unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

Kurz streifte Bürgermeister Ruß die Kommunalwahl 2014, die im Sander Gemeinderat einen Generationenwechsel mit sich brachte. Sechs bisherige Gemeinderäte, darunter auch Hugo Ackermann, der nach 42-jähriger „rekordverdächtiger“ Gemeinderatstätigkeit nicht mehr kandidierte, wurden durch sechs „neue“ Gemeinderäte ersetzt. „Mit jetzt vier Frauen in unserem Ratskollegium sind wir auch bei der Frauenquote gut aufgestellt“, so das Gemeindeoberhaupt. Er gab weiter bekannt dass im Jahr 2014 dreizehn Gemeinderatssitzungen mit 145 Tagesordnungspunkten abgehalten wurden. Darüber hinaus gab es noch vier Sitzungen des Bauausschusses, zwei Sitzungen des Haupt- und Personalausschusses und je eine Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses und Kläranlagenausschusses. Ruß dazu: „Ich denke, dass wir alle Themen, die die Gemeinde betreffen, ausführlich beraten und die Fragen dazu beantwortet haben“.

Die Arbeitsschwerpunkte des Sander Gemeinderates lagen zweifellos in der Planung und im Bau des Kunstrasenplatzes, der mit Hilfe von Fördermittel aus dem LEADER-Programm im Oktober fertiggestellt wurde und der trotz der vorausgegangenen Diskussionen in der Öffentlichkeit inzwischen als recht gut bewertet wird. Überhaupt, so Ruß weiter, sei das gesamte Umfeld des Sander Sportzentrums mit Sportheim, Vierbahnen-Kegelanlage, Sport-und Kulturhalle und Tennisplätze auf dem neuesten Stand und trage wesentlich mit zur Attraktivität der Wohngemeinde Sand bei.

In seinem Jahresrückblick führte Bürgermeister Bernhard Ruß auch die Beteiligung der Gemeinde Sand am Bürgerwindpark Sailershäuser Wald und den Ausbau des Breitbandkabels im Sander Ortsbereich an. Als Erfolg für die im Voraus geleistete Arbeit durch die Gemeindeverwaltung wertete Ruß, dass die Telekom schriftlich mitgeteilt hat, die Breitbanderschließung des Sander Ortsnetzes mit eigenen Mittel bis zum Jahr 2016 vorzunehmen. In diesem Zusammenhang dankte Bürgermeister Ruß Verwaltungsangestellten Matthias Klauda und Gemeinderat Roland Mahr für ihre umfassenden Vorarbeiten.

Als Ausblick auf die kommenden Jahre erwähnte Bürgermeister Ruß den behindertengerechten Zugang zum Rathaus, für den die Planungen bereits im Laufen sind. In Planung sei auch die weitere Erschließung des Baugebietes „Untere Länge“, das eventuell zusammen mit der „Oberen Länge“ mittels eines Kreisverkehres an die Knetzgauer Straße angebunden werden soll. Darüber hinaus wird sich der Gemeinderat mit der Schaffung von Urnen-Grabfelder beschäftigen müssen.

Zum Abschluss seines Jahresrückblickes dankte Bürgermeister Bernhard Ruß bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie bei seinen beiden Stellvertretern Gerhard Zösch und Paul Hümmer, beim Bauhof sowie der Gemeindeverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Besonderen Dank zollte das Gemeindeoberhaupt dem Verwaltungsangestellten Matthias Klauda und Monika Michl für die Vorbereitungen der Gemeinderatssitzungen und Kämmerer Alexander Krines, der über die kommunalen Finanzen wacht. Bürgermeister Ruß wünschte allen Bürgerinnen und Bürgern von Sand ruhige und besinnliche Weihnachtstage und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015.

Als 2. Bürgermeister und dienstältestes Gemeinderatsmitglied gab Gerhard Zösch im Namen aller Ratsmitglieder und der Bürgerschaft den Dank für die gute Zusammenarbeit an Bürgermeister Bernhard Ruß mit den Worten zurück: „Wir alle zusammen haben im zu Ende gehenden Jahr viel getan und erreicht. Aber das ist Sand: Wenn wir was anfassen oder anfangen, dann machen wir trotz aller Diskussionen auch Nägel mit Köpfen. Unsere gemeinsamen Leistungen können sich überall, auch außerhalb von Sand, sehen lassen. Es braucht aber auch immer Jemanden, der vorangeht. Deshalb danken wir Bürgermeister Bernhard Ruß für seinen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde und wünschen ihm auch für die kommenden Jahre viel Gesundheit und Schaffenskraft“.