Wunsch nach individueller Gestaltung wird erfüllt

Friedhof Urnen

Gemeinderat Sand befürwortet Urnenerdgräber im Friedhof

So wie auf dieser Aufnahme aus dem Friedhof in Bergrheinfeld könnte auch in etwa das geplante Urnenerdgräberfeld im Friedhof in Sand aussehen.

Foto: Alfons Beuerlein

Im Sander Friedhof wird es demnächst Urnenerdgräber geben. Dadurch stehen neben den normalen Gräbern im alten sowie im neuen Friedhof, der Urnenwand, sowie der Urnenbestattung in der Grünfläche gegenüber der Urnenwand dann fünf Bestattungsmöglichkeiten zur Auswahl.

Wie Bürgermeister Bernhard Ruß ausführte, gibt es die Urnenwand seit 15 Jahren. Schon seit rund zwei Jahren werde immer häufiger der Wunsch nach Urnenerdgräbern vorgebracht, denn die Hinterbliebenen möchten die Grabstelle ihrer Verstorbenen doch etwas liebevoller und individueller mit Blumenschmuck gestalten.

Bürgermeister Ruß verwies darauf, dass man sich die Entscheidung zum Anlegen von Urnenerdgräbern nicht leicht gemacht hat. Verschiedene Aspekte wie etwa die Gesamtkonzeption der bestehenden Anlage mit ihren klaren Strukturen sowie die Interessen der Bürgerschaft und andere Faktoren seien zu berücksichtigen gewesen. Bei Besichtigungstouren holten sich Mitglieder des Gemeinderates in anderen Kommunen Anregungen, sprachen in der Bürgerversammlung mit der Einwohnerschaft und arbeiteten die Eingaben aus der Bevölkerung in die Planungen mit ein. Verschiedene Standorte seien in Frage gekommen. Doch man wollte dem zentralen freien Platz im neuen Friedhof mit den Ehrengräbern und dem Friedhofskreuz die optische Wirkung nicht nehmen und auch die Grünflächen entlang der Friedhofsmauer zur Limbacher Straße hielt man für einen ungeeigneten Standort. Es blieb ein bisher noch freier Teilbereich im nordöstlichen Bereich des „neuen“ Friedhofes, in dem nach ersten Planungen 25 Urnenerdgräber angelegt werden können. Vorgesehen ist, dass die Grundfläche des Grabes einen Quadratmeter groß sein soll. Die eigentliche Pflanzfläche weist dann 40x40 Zentimeter auf. Die Grundfläche des Grabsteines in Form einer Stele oder eines Kreuzes soll 25x25 Zentimeter und in der Höhe maximal 1,20 Meter betragen. Die Einfassung soll ähnlich wie im neuen Friedhof lediglich ein Metallrahmen sein.

Diesem Vorschlag schloss sich das Gremium an. Die Verwaltung wurde beauftragt die Friedhofs- und Gebührensatzung entsprechend den Vorgaben anzupassen. Bis die neuen Urnenerdgräber genutzt werden können, müssen jedoch noch einige Vorarbeiten erledigt werden. Unter anderem soll die dichte Hecke zwischen dem bestehenden Gräberfeld im neuen Friedhof und dem neu anzulegenden Urnenerdfeld entfernt werden.