Ansturm im Sander Rathaus zu Beginn des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“

03. Februar 2019

Zu den Ersteinträgern im Sander Rathaus gehörte Bezirksrat, Bürgermeister Bernhard Ruß.

Bienen Sand

Sand. Die Vielfalt von Tieren und Pflanzen in Bayern ist massiv bedroht. Es ist das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Gerade die Insekten trifft es besonders hart. Deshalb gibt es das Volksbegehren zur Rettung der Bienen und der Artenvielfalt. Nur mit der Hilfe der Bürgerinnen und Bürger wird es ein Erfolg. Überrascht waren Bezirksrat, Bürgermeister Bernhard Ruß (Bildmitte) und 3. Bürgermeister Paul Hümmer über die hohe Resonanz gleich zu Beginn des Volksbegehrens im Sander Rathaus.

Es geht dabei auch um unser Überleben: Wenn es keine Bienen und Hummeln mehr gibt, bestäubt auch niemand mehr unser Obst und Gemüse. Dann bekommen auch wir Menschen richtig Probleme. Vor allem bedroht sind Insekten und Singvögel. Der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft tötet die Insekten. Folge: Damit finden auch Vögel und viele andere Tiere kein Futter mehr, so Bernhard Ruß.

Die Gemeinde Sand leistet ihren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Bürgermeister Bernhard Ruß weist darauf hin, daß sie zusammen mit dem örtlichen Bauerverband und dem Obst- und Gartenbauverein zusätzlich eine Blühwiese anlegen wird. Der Samen ist dafür bereits gekauft. Auch die Grundstücksbesitzer können ihren Beitrag leisten, wenn sie vermehrt Blumen und Sträucher in ihnen Garten erhalten und pflanzen, so Bürgermeister Ruß.

Heute gibt es 75 Prozent weniger Insekten als 1989. Der Bestand der Feldvögel ist seit 1965 um etwa 65 Prozent zurückgegangen. Mehr als ein Drittel aller typischen Ackerwildkräuter ist gefährdet. Diese Fakten sind in den Naturschutzberichten nachzulesen, so stellvertr. SPD Kreisvorsitzender Paul Hümmer.

Wir wollen die bäuerliche Landwirtschaft stärken. Natur- und Artenschutz muss sich für die Bauern lohnen. Deswegen muss die industrielle Agrarförderung dringend verändert werden. Dafür will sich die BayernSPD im hoffentlich anschließenden stattfindenden Gesetzgebungsverfahren einsetzen. Wer Landschaft- und Naturpflege stärker berücksichtigt, dem sollen etwaige entstehende Nachteile ausgeglichen werden. Die Staatsregierung in München soll sich ein Beispiel an Österreich nehmen der Anteil des Ökolandanbaues liegt dort bei 27% und alle Kantinen und öffentlichen Einrichtungen wurden/werden auf biologische Lebensmittel umstellt, um den Absatz von BIO-Produkten anzukurbeln. Die bisherigen freiwilligen Leistungen der Landwirte im Vertragsnaturschutzprogramm und im Kulturlandschaftsprogramm konnten den Artenrückgang nicht aufhalten, obwohl die Staatsregierung die Landwirtschaft mit Millionen Euro pro Jahr fördert. Dies zeigt, dass mehr und wirksamere Maßnahmen notwendig sind, so Paul Hümmer.

Zu den Ersteinträgern im Sander Rathaus gehörte Bezirksrat, Bürgermeister Bernhard Ruß, er wurde von einer Sander Neubürgerin und dem 3. Bürgermeister Paul Hümmer attestiert. Gehen Sie bis zum 13. Februar ins Rathaus und unterschreiben Sie für das Volksbegehren, so die Aufforderung von Bernhard Ruß und Paul Hümmer. Die Zeichen stehen gut für einen Erfolg wertete Bernhard Ruß an Andrang. Damit die Bürgerinnen und Bürger als Gesetzgeber wirken bedarf es genügend Bürgerinnen und Bürger die bis zum 13. Februar ins die Rathaus gehen und für die umfassendste Artenschutz-Gesetzgebung unterschreiben. Jede Stimme, jede Unterschrift zählt!

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Bild: Bastian Hümmer

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